DAV

29.05.2026 [Naturschutz]

Lüerdissen: Totholz an den Kletterfelsen entfernt



Dem Wald in Deutschland geht es schlecht. Klimawandel und Trockenheit schädigen insbesondere die älteren Bäume über 60 Jahre. Nach dem Waldzustandsbericht der Bundesregierung 2025 sind nur noch 21% der Bäume ohne trockenheitsbedingte Kronenschäden. 
Auch in unseren Klettergebieten zeigen viele Bäume Trockenstress, was an lichten Kronen, zum Beispiel der Buchen am Ith zu sehen ist.

In Lüerdissen, südwestseitig und nur mit geringer Humusüberdeckung des Bodens, standen nahe der Aufenthaltsbereiche am Felsfuß und auf den Felsköpfen abgestorbene Bäume, die eine unmittelbare Gefahr für die Kletterenden darunter darstellten.
In Absprache mit der Unteren Naturschutzbehörde und den Landesforsten haben wir diese Gefahrenbäume Ende Mai 2026 entfernt. 
Vorher haben wir uns überzeugt, dass es in diesen als Habitate wertvollen Totholzbäumen keine Nester oder bewohnte Baumhöhlen gibt.

Die Bereiche unter der Hexenkanzel, am Teufelstrichter, am Pilzstein, an der Wilhelm-Raabe-Klippe, am Mauerhakenturm und Mauerhakenturmmassiv usw. sind, soweit möglich, sicher. 
Schaut trotzdem beim Klettern und Lagern an den Felsen zur eigenen Sicherheit nach oben in die Bäume, auch kleinere tote Äste können aus großer Fallhöhe unangenehm hart aufschlagen.