DAV

19.05.2026 [Leistungssport]

Sommer, Sonne, Speed

Der 4. Deutsche Jugendcup 2026

Nach drei Deutschen Jugendcups (DJCs) im Bouldern stand am 09. Mai in Augsburg erstmals in diesem Jahr die Speedwand im Mittelpunkt. Bei sommerlichem Wetter und besten Bedingungen kämpften die besten Nachwuchsathletinnen und -athleten der Republik hier um schnelle Zeiten, Finalplätze und die ersten nationalen Speed-Ergebnisse der Saison. Für den norddeutschen Kletterkader war es ein Wettkampf mit starken Ergebnissen, knappen Entscheidungen und vielen wertvollen Erfahrungen. Besonders in der U15 war Norddeutschland mit einer großen Gruppe vertreten. Für einige war es der erste DJC im Speed, für andere sogar der erste Deutsche Jugendcup überhaupt.

In der weiblichen U15 waren Merete Middeldorf, Amelie Zgonc, Greta Bröcker, Enja Brose, Käthe Jöhnk und Charlotte von Henninges für Norddeutschland mit am Start. Merete stand in Augsburg nach einem verletzungsbedingten Ausfall am Anfang des Jahres erstmals überhaupt bei einem DJC an der Wand und belegte am Ende Platz 38. Amelie musste sich nach zwei Top-10-Platzierungen im Bouldern mit Platz 35 zufriedengeben; für Greta reichte es bei ihrem ersten DJC in dieser Disziplin für Platz 33. Beide haben ihren Fokus nun auf den anstehenden Wettkämpfen in ihrer Paradedisziplin, dem Leadklettern. Enja und Käthe konnten beide eine neue persönliche Bestleistung aufstellen und sich die Plätze 31. und 27. erklettern. Das beste norddeutsche Ergebnis in dieser Gruppe erzielte Charlotte von Henninges, die bei ihrem ersten DJC im Speed mit einer Zeit von 12.42 Sekunden Platz 23 belegte.

Auch in der männlichen U15 war das norddeutsche Team breit vertreten. Für Justus Borges, Emil Bartels, Juri van Heys und Paul Osmer war es ebenfalls der erste DJC im Speedklettern, für Juri sogar der erste überhaupt. Am Ende wurde Justus 36., Emil belegte Platz 35, Juri erreichte Platz 34 und Paul kletterte sich auf Platz 27. Kjell Bootz, der bereits im letzten Jahr erste DJC-Erfahrung sammeln konnte, platzierte sich mit Rang 20 im Mittelfeld des starken Teilnehmerfeldes und erzielte damit sein bisher bestes nationales Ergebnis.

Noch weiter nach vorne ging es für Arsenij Taranukha und Mats Justus. Arsenij erreichte zum ersten Mal die K.o.-Runde und belegte am Ende Platz 13. Sein Achtelfinale ging denkbar knapp verloren: Am letzten Griff stürzte er und verpasste damit den Einzug in die nächste Runde. Mats Justus gelang mit Platz sechs und einer neuen persönlichen Bestleistung von 9.71 das beste norddeutsche U15-Ergebnis des Tages und sein bisher bestes Ergebnis im Speed. Auch bei ihm war allerdings noch mehr möglich, denn sein Viertelfinale endete durch einen Fehlstart vorzeitig.

Am Nachmittag rückten dann die älteren Altersklassen in den Fokus. In der U17 männlich zeigte Felix Michael einen starken Wettkampf und kämpfte sich bis ins Halbfinale vor. Dort und später auch im kleinen Finale um Platz drei verhinderten mehrere Rutscher eine noch bessere Platzierung. Felix blieb in beiden Läufen deutlich über seiner Bestzeit und beendete den Wettkampf auf Platz vier. Lange Zeit zum Ärgern bleibt allerdings nicht: Mit der Nominierung für die diesjährige Jugendeuropameisterschaft wartet auf Felix nun sein erster internationaler Wettkampf.

Das beste norddeutsche Ergebnis des Tages gelang Lea Voigt in der U17 weiblich. Dabei begann ihr Wettkampf alles andere als ideal: Im ersten Qualifikationslauf stürzte sie. Danach fand sie jedoch stark in den Wettkampf zurück, blieb in den weiteren Läufen weitgehend fehlerfrei und arbeitete sich bis ins große Finale vor. Dort musste sie sich der Jahresbesten Emilia Briel geschlagen geben. Wie bei Felix reichten ihre Leistungen in Augsburg und bei den vorherigen Nominierungswettkämpfen aber für die EM-Nominierung und damit für ihren ersten internationalen Start.

Stattfinden wird die Jugendeuropameisterschaft am 13. Juni in Zakopane (Polen). Aber auch national bleibt der Kalender gut gefüllt. Am 06. Juni folgt in Heilbronn der erste DJC im Lead für die U17 und U21, bevor am 20. und 21. Juni in Wetzlar alle Altersklassen im Lead antreten. Besonders spannend wird es aus norddeutscher Sicht am 27. und 28. Juni in Hamburg: Dann steht der nächste Speed-DJC an, diesmal als Heimspiel für die norddeutschen Athletinnen und Athleten.


Lea Voigt (vorne) im Finale des 4. Deutschen Jugencup 2026
Foto: Xaver Quintus / DAV